Vertrauen in der Krise 

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Das Ende der Verbindlichkeit?

Auch wenn für viele Menschen heute Vereinbarungen nicht mehr verbindlich sind: In Krisen-Situationen sollte man immer verbindlich kommunizieren!

Unter Hamburger Kaufleuten war es selbstverständlich: Ein Handschlag und der Vertrag war besiegelt. „Hand drauf“ ist die passende Redensart, die landauf, landab galt. Auch bei „ein Mann, ein Wort“, weiß jeder, dass es jetzt gilt. Waren derartige Gepflogenheiten noch vor einer Generation gelebte Praxis, schleift sich das in letzter Zeit immer mehr ab. Im Geschäftsleben gelten heute selbst schriftlich getroffene Vereinbarungen kaum noch etwas – es sein denn, es steht ausdrücklich „Vertrag“ darüber.

Verbindlichkeit: für viele ein Fremdwort

Ein per E-Mail vereinbarter und über den Kalendereintrag zugesagter Termin ist bei vielen Menschen inzwischen zu einer Empfehlung geworden. Ja, man könnte zu der vereinbarten Zeit am vereinbarten Ort sein – muss man aber nicht. Verbindlichkeit? Für viele unserer Zeitgenossen ein Fremdwort. Deshalb hier kurz einige Synonyme, die der Duden dafür anbietet: Bereitwilligkeit, Dienstbarkeit, Freundlichkeit, Höflichkeit, Verständnis. In unserer immer mehr egozentrierten Gesellschaft, in der es nur noch um den eigenen Vorteil geht, sind das leider alles Begriffe von schwindender Bedeutung.

Vertrauen: das wichtigste Gut in der Krise

Was hat das nun aber alles mit Krisen-PR zu tun? Sehr viel! Denn alles, was Sie vor während oder nach einer Krise kommunizieren, sollte genau so stimmen. Verbindliche Aussagen sind gefragt! Sie müssen nicht alles erzählen, was Sie wissen. Aber das, was Sie kommunizieren, das muss stimmen. Denn Vertrauen baut auf genau dieser Verbindlichkeit auf! Und Vertrauen ist das wichtigste Gut, das Sie in einer Krisen-Situation verteidigen oder wiedergewinnen müssen.

Wahrhaftigkeit und Wertschätzung als Pfunde zum Wuchern

Dieses Vertrauen fängt bei den Terminen an. Ein Pressegespräch sollte genau zu der Zeit starten, für die es terminiert wurde. Zum einen leiden Journalisten unter chronischen Zeitmangel, zum anderen ist ein eingehaltener Termin der einfachste Beweis für Wahrhaftigkeit.

 

Beispiel für Klarheit

Gestatten Sie eine Anekdote an dieser Stelle: Ein früherer Kollege legte großen Wert auf Pünktlichkeit. Er hielt sich stets daran. Wenn aber ein Gesprächspartner mehr als 15 Minuten nach der vereinbarten Zeit ankam ohne vorher angerufen und den Grund für die Verspätung genannt zu haben, war er „bereits im nächsten Termin“. Wahrscheinlich ging es ihm bei diesem „Spiel“ auch um Wertschätzung: Wenn einem ein Termin etwas bedeutet, dann ist man auch pünktlich – oder kündigt seine voraussichtliche Verspätung versehen mit einer Entschuldigung an.

Machen Sie die Probe aufs Exempel

Wer’s nicht glaubt, sollte einfach einmal darauf achten, wie überrascht die Menschen reagieren, wenn man einen vereinbarten Telefontermin auf die Minute einhält. Meiner Erfahrung nach äußert sich spätestens jeder dritte Angerufene positiv über diesen Fakt – und fühlt sich wertgeschätzt. Probieren Sie dieses einfache Krisen-Kommunikations-Tool mal aus.

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